Seit nunmehr über 25 Jahren touren MAD ZEPPELIN durch die deutschen Live-Clubs und erwecken den Sound einer der größten und einflussreichsten Bands der Rockgeschichte auf der Bühne zu neuem Leben.
Die längste Zeit davon ist der STATTBAHNHOF in Schweinfurt dabei ein fester Termin im jährlichen Tourkalender, und über die Jahre konnten sie sich auch hier eine immer größer werdende, treue Fangemeinschaft aufbauen.
Am Samstag, den 14.03., war es wieder so weit, und die wahrscheinlich beste und detailverliebteste Led-Zeppelin-Tribute-Band des Landes betrat die Bühne der unterfränkischen Industriestadt. Diesmal jedoch ohne ihren langjährigen Sänger MICHAEL DORP, der aus zeitlichen Gründen seine Position als Frontmann leider aufgeben musste und nur noch als Gaststar die Bühne mit seinen Bandkollegen von MAD ZEPPELIN teilt.
Für ihn übernahm ROMAN ERKEN den Platz am Mikrofon. Roman war bereits bei der Gründung 1999 mit dabei und hatte die Rolle des Frontmanns bis 2005 inne. Der Wechsel gibt dem Sound der Band ein neues, aber keineswegs schlechteres Gesicht. Wenn er auch in der Klangfarbe und vor allem bei den hohen Tönen in Songs wie STAIRWAY TO HEAVEN nicht so nah an Robert Plant herankommt wie sein Vorgänger, kann er dafür bei den raueren und härteren Songs Led Zeppelins wie RAMBLE ON, IMMIGRANT SONG oder WHOLE LOTTA LOVE umso mehr glänzen und gab MAD ZEPPELIN noch mal ein ganz neues Feuer.
Angefacht wurde dieses Feuer natürlich auch von RALPH GLODEK, der es in seinem Gitarrenspiel beeindruckend schafft, den einzigartigen Sound eines Jimmy Page sowie seine experimentelle Vielseitigkeit einzufangen. Für das nötige Klangfundament sorgten währenddessen CHRISTIN LUDWIG am Bass und RAFAEL WINTER an den Drums, der an diesem Abend nicht nur beim Drum-Solo in MOBY DICK glänzen konnte.
Abgerundet wurde das alles von THOMAS BLUM am Keyboard. Dessen Sound ist zwar nur selten so präsent wie bei NO QUARTER, sondern erscheint meist eher wohldosiert im Hintergrund; dort sorgte er jedoch für die nötige atmosphärische Dichte und jenen Facettenreichtum, der für den vielschichtigen Sound des Originals so essenziell war.
Zusammen heizte das Quintett mit Hits wie ROCK 'N' ROLL, KASHMIR und DAZED AND CONFUSED gute 2,5 Stunden dem Stattbahnhof ein und riss sein Publikum immer tiefer in seinen Bann. Zum Abschluss gab es als Zugabe noch THANK YOU von der Led Zeppelin II und die Vorfreude auf ihren nächsten Besuch in Schweinfurt.